Fachliche Prüfung von Verkehrswertgutachten

Wenngleich ein Gutachten bereits nach Werkvertragsrecht für den Verbraucher, egal ob Laie oder Fachmann, nachvollziehbar, nachprüfbar und natürlich in den Tatsachen stimmig sein sollte, ist es für den ungeschulten Blick und ohne Hintergrundwissen kaum möglich, die Richtigkeit zu erfassen oder Fehler zu erkennen.

 

Vorgenannte Voraussetzungen an ein Gutachten (Nachvollziehbarkeit, Nachprüfbarkeit, etc.) sind insbesondere bei so genannten Kurzgutachten nicht gegeben, da diese auf essentielle Beschreibungen verzichten und kausale Zusammenhänge nicht oder nicht ausreichend darlegen. Derartige Kurzfassungen haben weder vor Gericht noch vor entsprechenden anderweitigen Behörden und sonstigen kritischen Leserkreisen Bestand.

 

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass im Rahmen einer Prüfung eines vorliegenden Verkehrswertgutachtens eventuelle Fehler, unplausible Wertansätze und Diskrepanzen von tatsächlichen Gegebenheiten zu deren wertmäßigen Berücksichtigung festgestellt werden können und entsprechend ausführlich von uns dokumentiert werden. Das Ergebnis einer Gutachtenprüfung spart Ihnen in jedem Fall Geld und Zeit, da sich Ihr Zweifel an dem vorliegenden Verkehrswertgutachten entweder als unbegründet darstellt, oder aber ein weiteres Gutachten notwendig ist, welches plausibel und nachvollziehbar den Verkehrswert in einem Gutachten feststellt.

 

Unsere fachliche Prüfung erfolgt stets unabhängig und ohne wirtschaftliches Interesse an möglichen Folgeaufträgen.

GUT ZU WISSEN -

IRRTÜMER BEI DER IMMOBILIENBEWERTUNG

  • Irrtum 1 - Immobilienwert

    Meine Immobilie ist genau wert, was der Markt bereit ist, hierfür zu zahlen.
     
    Diese Meinung vertreten viele Makler gegenüber ihren Kunden. Sie ist leider nicht richtig, da die Preisbildung am Markt rein subjektiv verläuft. Ein potentieller Käufer ist bereit für ein Einfamilienhaus in einer ruhigen Sackgasse 200.000 € zu zahlen, ein anderer jedoch nur 150.000 €. Es liegt hier auf der Hand, dass sich der Verkäufer für den Interessenten entscheidet, der bereit ist, den höheren Preis für das Objekt zu zahlen. Aber ist das Einfamilienhaus deswegen auch so viel WERT? Bestimmt nicht. Der eigentliche Verkehrswert bzw. Marktwert nach § 194 BauGB kann über oder unter einem Kaufpreis liegen, der unter subjektiven, teils emotionalen Gesichtspunkten unter den jeweiligen Parteien ausgehandelt wird.
  • Irrtum 2 - Makler kennen den Wert

    Mein Makler oder mein Bänker kennen den Wert meiner Immobilie! Hier brauche ich kein teures Gutachten eines Sachverständigen!
     
    Dies ist leider ein sehr verbreiteter Irrtum. Weder Makler noch Bänker haben i.d.R. eine spezielle Fachausbildung, die notwendig ist, um den Wert einer Immobilie fachgerecht zu erfassen. Makler stützen ihre Aussage auf ihre speziellen Marktkenntnisse. Und genau hier liegt auch das Problem. Im Rahmen ihrer Beratung erklären viele Makler, dass sie den Wert der Immobilie auf Grundlage aktueller Marktbedingungen ermitteln, um eine Grundlage für den Angebotspreis zu finden. Dies ist grundsätzlich korrekt,  wenn man richtig vorgeht, was jedoch bei den meisten Maklern nicht der Fall ist. In den meisten Fällen findet keine genaue Analyse im Rahmen einer echten Wertermittlung statt. Stattdessen wird auf Datenbanken und ausschließlich dem jeweils aktuellen Grundstücksmarkt des Gutachterausschusses Bezug genommen. Diese Daten reichen für eine ganz grobe Markteinschätzung aus. Als eine seriöse Grundlage für die Entwicklung eines professionellen und marktgerechten Angebotspreises ist dies jedoch völlig unzureichend.
  • Irrtum 3 - Online Bewertungstools

    Bewertungstools im Internet geben mir den richtigen Verkaufspreis an.
     
    Die überwiegenden Bewertungstools im Internet basieren lediglich auf der Gegenüberstellung von Vergleichspreisen. Dies ist nur solange sachgerecht, solange der Markt nicht nachverhandelt und der jeweilige Wert des Immobilientyps in diesem Verfahren, dem Vergleichsverfahren, vom Grundstücksamt ermittelt wird. Beide Bedingungen sind in den meisten Fällen nicht gegeben. Zu dem suggerieren viele Immobilienbörsen, dass die echte "Wertermittlung" durchgeführt werden würde. Auch dies ist nicht der Fall, da die Eingangsdaten, die Gegenstand der "Wertermittlung" sein sollen, leider sehr ungenau und nicht ausreichend sind.
Immobilienart: Gebühr (netto):
Einfamilienhaus 600,- EUR
Eigentumswohnung 800,- EUR
Mehrfamilienhaus 500,- EUR
Wohn- und Geschäftshaus 550,- EUR
Sonderimmobilien (Industrieimmobilien, Produktionsstätten, etc.) 700,- EUR

Grundsätzlich ist eine Ortsbesichtigung nicht notwendig. Sofern jedoch eine Ortsbesichtigung trotz vorheriger fachlicher Prüfung von Ihnen gewünscht wird, wird dieser Zeitaufwand mit 80,00 € netto/Stunde berechnet.

164er Ring 16

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Geschäftsführer: Christoph Ziercke